Radfahrerin aus Leidenschaft – Radfahrerin mit Leib und Seele
So bezeichnet sich Sabine selbst gerne. Sie sagt aber auch klar, dass dem nicht immer so war. Immer schon sportlich unterwegs, turnte sie während der Schulzeit in der Mädchenriege, später dann im Damenturnverein. Sie hat dann den J+S-Leiter gemacht und die Mädchenriege in ihrem Wohnort geleitet. Auch im Fitnessstudio war Sabine anzutreffen, wo sie total begeistert vom Step Aerobic war. Zu dieser Zeit kamen regelmässige Ausfahrten mit ihrem ersten Rennrad dazu. Wenn diese auch nie viel länger als 50km waren, so muss es dann “gefunkt” haben.
Dann kamen ihre beiden Mädchen zur Welt (im Abstand von 2,5 Jahren) und die junge Familie zog um. Im neuen Heim, alleine mit zwei kleinen Kindern, in einer Gegend, wo sie noch keine Freunde hatte und ihr Mann den ganzen Tag an der Arbeit war, da fiel ihr die Decke auf den Kopf. Zusammen mit einer Nachbarin ging sie dann ins Fitnessstudio und hat auch regelmässig an IndoorCycling Lektionen teilgenommen. Schon damals hat ihr das Fahren zur coolen Musik in der Gruppe sehr gefallen, doch gab es während der Sommermonate keine Lektionen mehr. So fand sie in TaeBo eine weitere Passion. Doch irgendwas fehlte noch.
Der besondere Reiz zu unterrichten
Was fehlte noch? War es Anerkennung, das Gefühl, etwas zu leisten? Sie entschloss sich eine TaeBo Instruktorenausbildung zu machen und ist heute noch sehr dankbar dafür. Vor ihrer Ausbildung hatte sie keine grossen Ambitionen; ihr Durchhaltewillen war immer schon ziemlich klein und sie konnte sich auch überhaupt nicht selbst quälen. Das habe sich dann mit dieser Ausbildung komplett geändert. Schon kurz darauf kam auch die Poweryoga-Ausbildung dazu und als dann in ihrem Studio ein Cycling-Instruktor gesucht wurde, musste sie nicht lange überlegen, diese Ausbildung auch zu absolvieren. Regelmässig ab Herbst bis in den Frühling hat sie dann Cycling-Stunden gegeben. Die meisten Cycler im Studio waren auch Outdoorfahrer, so hat es sich ergeben, dass man jeweils an einem Abend in der Woche eine Outdoorfahrt organisierte. Später kam dann auch die Trainingswoche auf Mallorca dazu. Damals waren über 20 Mitglieder des Studios dabei.
Auch hat Sabine an verschiedenen Cycling-Marathons teilgenommen und ist zweimal sogar 12h durchgefahren. Dies war für sie ein regelrechtes Mentaltraining und ihr wurde auch richtig bewusst, wie wichtig und unterstützend die Musik für solche Leistungen ist.
Vom Lauf- zum Radsport
Damals war Sabine noch viel am Laufen. Gestartet mit kleinen Wettkämpfen wurden die Distanzen schon bald immer länger. Von 10km Läufen (Zürich, Luzern, New York, Frauenfelder Waffenlauf) bis zum 100km Lauf von Biel, Ultraläufen in den Bergen, 7-Tages-Alpenüberquerung hat sie zusammen mit ihrem Mann alles bestritten. Zwischendurch plagten sie immer wieder kleinere Verletzungen. In dieser Zeit habe ihr das Rennrad wertvolle Dienste als Ersatztrainingsgerät geleistet. Es war eine Frage der Zeit, bis sie dann das Laufen mit dem Radfahren kombinierte. “Wer mich kennt, weiss, dass ich gleich mit grossen Dingen beginne”, so Sabine. Entsprechend erstaunt es nicht, dass sie dieses Unterfangen gleich mit dem Duathlon “Powerman in Zofingen” über die Landdistanz (10km Laufen/150km Rennrad/ 30km Laufen) gestartet hat. Nach ihrem ersten Finish in Zofingen, wusste sie gleich, dass sie in Zofingen “ihr Herz verloren hat” und wieder starten wird. Ihr grosses Ziel war es sogar, mit 10 Finish’s in den Jubilée Club aufgenommen zu werden, aber leider machte ihr ihr Knie einen Strich durch die Rechnung. Nach 7 Finish’s hatte sie die Diagnose Knorpelschaden und damit waren ihre langen Laufeinheiten ab sofort gestrichen. Sie musste diesen schrecklichen Befund erstmals verdauen. Als Trostpflaster schenkte ihr ihr Schatz die Teilnahme an der Schwalbe Tour Transalp. Ein geniales Abenteuer, eine Alpenüberquerung in 7 Etappen mit dem Rennrad, stand nun im Focus. Ihr Fazit: Es war absolut grandios! Wir waren noch totale Rookies, was Passfahren anbelangte, haben uns aber sehr gut geschlagen. Im Flachland ist es ja schon genial Rad zu fahren, aber Pässefahren ist einfach absolut das Schönste! Ich wusste, das ist MEIN Hobby.
Vom Hobby zum Beruf
2015 hat Sabine ihr Hobby, den Sport, endgültig zum Beruf gemacht. Fasziniert von der Fitnesstrainer-Ausbildung bei Dr. Axel Gottlob in Deutschland, hat sie gleich noch die Master Fitnesstrainer-Ausbildung angehängt und arbeitet seitdem mit grosser Begeisterung auf der Trainingsfläche. Sie gibt zusätzlich vier fixe Lektionen (Powertoning, Poweryoga und Hot Iron) und gibt sporatisch am Wochenende Lektionen im Cyclingteam. Sie liebt es, ihre TeilnehmerInnen abzuholen, sie in den Stunden den Alltag draussen vergessen zu lassen und mit guter Musik zusammen eine tolle Zeit zu erleben. Wenn dann die Teilnehmenden mit einem Lachen im Gesicht den Kursraum verlassen, dann weiss sie, alles richtig gemacht zu haben.
Was macht Sabine mit ihrer Freizeit?


Man findet mich praktisch in jeder freien Minute draussen auf dem Rennrad. Bewegung an der frischen Luft, den Kopf frei halten, den Wind spüren, mit eigener Kraft Tempo zu fahren – einfach einmalig.
An den Wochenenden fahren sie und ihr Mann auch gerne mal etwas weiter weg, um neue Strecken zu entdecken. Wettkämpfe bestreitet sie nicht mehr so viele wie zu ihren Laufzeiten, aber der eine oder andere Radmarathon (Tortour, Highlander, M312) gehören schon dazu. Besonders begeistert ist sie vom Ötztaler Radmarathon, den sie dieses Jahr zum 2ten Mal gefinished hat. Es sind dies 230km und 5’500hm auf vier Pässe verteilt, dies in einer grandiosen Bergwelt von Österreich und Südtirol. Wenn sie einen Startplatz ergattern kann, steht fest, dass auch im nächsten Jahr wieder am Start sein wird. Ihre Motivation besteht in erster Linie darin, das Ziel zu erreichen, dann aber natürlich auch darin, ihre persönliche Zeit zu verbessern.
Sommer wie Winter ist Sabine auf dem Rennrad unterwegs. Nur ausnahmsweise, wenn es mal gar nicht mit dem Wetter passt, setzt sie sich auf ihr Taxc Neo Bike und ist indoor unterwegs.
Eigene Challenges
Das Powerpaar organisiert auch sehr gerne eigene herausfordernde Touren. Oder vielmehr ist es ihr Mann, der die Touren plant, die sie dann aber gemeinsam fahren. In diesem Jahr sind sie 600km nonstop gefahren. Ein tolles Erlebnis, so viele Stunden gemeinsam auf dem Rad zu verbringen und die Höhen und Tiefen zusammen zu erleben. Ihre Strecke führte sie vom Fricktal aus in einer grossen Schlaufe über Olten nach Gänsbrunnen, Moutier über das Laufental zurück nach Frick. Von da ging es dann nach Schaffhausen, dem Bodensee entlang über den Rheindamm bis nach Chur und weiter hoch bis Disentis. Nach dem Bezwingen des Lukmanierpasses ging es schlussendlich mit heftigem Gegenwind an ihr Zielort Ascona. Gut 26 Stunden Fahrzeit und 32 Stunden unterwegs, waren die Bilanz. “Ich staune immer wieder, was man zu leisten vermag!”, so Sabine.
Was ist Sabine’s Motivation?

Ihre stetige Motivation für solche Wettkämpfe und Abenteuer ist das Gefühl, welches sich einstellt, wenn man es geschafft hat. Und genau dieses Gefühl will Sabine immer und immer wieder. Sie weiss noch genau, ihr erster Marathon, der Zieleinlauf im Central Park, war einfach gewaltig! Dieses Gefühl hat sie noch Wochen danach durch den Alltag getragen. In Momenten, wo es unterwegs hart wird, erinnert sie sich bewusst an dieses Gefühl und dass sie es unbedingt wieder haben möchte. Dies hilft ihr dann auch meistens über ein Tief hinweg und bringt sie ihrem Ziel wieder ein Schritt näher und schlussendlich ans Ziel.
Liebe Sabine, vielen herzlichen Dank für Deine inspirierenden Einblicke. Wir wünschen Dir auch weiterhin viele spannende Abenteuer und Glücksgefühle. Go on!
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